Bei den Arbeiten am Stahlrumpf fiel mir eine Stelle auf, an der es beim Einsatz der CSD-Scheibe plötzlich deutlich nach Holz roch. Das passte überhaupt nicht zu der erwarteten Konstruktion und war ein guter Grund, den Bereich genauer zu untersuchen.
Tatsächlich steckte in der Öffnung kein Metallteil, sondern ein Stück Holz. Um den Einsatz greifen zu können, habe ich eine Schraube in das Holz gedreht. An dieser Schraube ließ sich das Stück anschließend mit einer Zange aus dem Rumpf herausziehen. Der Fund bestätigte den ersten Eindruck: Es handelte sich wirklich um einen länglichen Holzpflock, der in Form und Durchmesser beinahe an ein Stück Besenstiel erinnerte.
Das Foto zeigt den herausgezogenen Pflock mit der eingedrehten Schraube. Die dunkle Oberfläche und die unregelmäßigen Enden machen deutlich, dass das Holz längere Zeit in der Öffnung gesessen hatte.
Warum an einem Stahlschiff auf diese Weise mit Holz gearbeitet wurde, lässt sich im Nachhinein nicht sicher feststellen. Als dauerhafte Lösung ist ein solcher Einsatz jedenfalls nicht überzeugend. Entscheidend war deshalb zunächst, den Fremdkörper vollständig zu entfernen und die betreffende Stelle freizulegen. Erst danach kann der Zustand des umgebenden Stahls beurteilt und eine zum Rumpf passende Reparatur geplant werden.


