Bad chemisch entrosten: erster Versuch mit RostIO Gel

Im Bad der Motormausel bin ich mit der rein mechanischen Entrostung an eine Grenze gekommen. Die Stahlflächen sind verwinkelt, teilweise schwer erreichbar und weisen viele kleine Roststellen und Poren auf. Schleifen allein hätte hier viel Zeit gekostet und nicht jede Vertiefung zuverlässig erreicht. Deshalb habe ich einen ersten Versuch mit chemischer Entrostung gemacht.

Verwendet habe ich RostIO Gel. Vor dem Auftrag wurden lose Farbe, Rost und Schmutz so weit wie möglich mechanisch entfernt. Anschließend ließ sich das Gel mit einem Pinsel auf die betroffenen Stahlflächen verteilen. Durch die gelartige Konsistenz bleibt das Mittel auch auf schrägen und senkrechten Bereichen liegen und kann in die unregelmäßige Oberfläche einwirken.

Wichtig ist die richtige Erwartung: Ein sogenannter Rostumwandler macht aus geschädigtem Material keinen gesunden Stahl. Mein Ziel war deshalb, verbliebenen Rost zu lösen und auch die tieferen Poren der Oberfläche zu erreichen. Die Fotos dokumentieren den Zustand der Flächen, den Auftrag des Gels und die behandelten Bereiche im Bad.

Nach der vorgesehenen Einwirkzeit muss das Gel mit Wasser abgewaschen werden. Genau dieser Schritt ist in der Bilge problematisch, weil das Wasser dort nicht einfach ablaufen kann und sofort wieder Feuchtigkeit an das blanke Metall bringt. Für frei zugängliche Flächen, etwa an einem Fahrzeugunterboden, ist das unkomplizierter. Im Bootsinneren müssen Wasser und Rückstände dagegen vollständig aufgenommen und die Stahlflächen anschließend gründlich getrocknet werden, bevor der weitere Korrosionsschutz aufgebaut werden kann.