Arbeits-Outfit

Nen Schönheitspreis werde ich damit nicht bekommen, aber wer will schon beim schleifen gut aussehen. Die Maske von 3M kann ich sehr empfehlen. Diese lässt sich mit einem Handgriff runterklappen, damit man schnell frische Luft schnappen kann, oder eben einen Schluck trinken kann.

Rostio Gel über Nacht einwirken lassen

Das Gel konnte über Nacht schön einwirken und man sah na der Farbe auch, das eine Reaktion stattgefunden haben muss.
Nach dem Abwaschen sieht es auch besser aus, aber ich bin nach wie vor von dem Gel nicht überzeugt.
Nach dem Abwaschen musste natürlich alles wieder in ruhe richtig durchtrocknen.

Was würde ich ohne CSD-Scheibe machen?

Für die mechanische Entrostung am Rumpf hat sich die CSD-Scheibe als besonders hilfreich erwiesen. Rund um die Befestigungsbolzen der Anoden und an den seitlichen Kammern saßen noch alte Farbschichten, Beschichtungsreste und Rost. Diese Bereiche habe ich Stück für Stück mit der Scheibe bearbeitet.

Auf den Fotos ist gut zu erkennen, wie unterschiedlich der Zustand der Flächen war. Teilweise lag noch eine geschlossene rote Beschichtung auf dem Stahl, an anderen Stellen waren Farbe und Rost bereits bis auf das blanke Metall entfernt. Auch die Kanten und der Bereich um die Anodenbolzen mussten sorgfältig freigelegt werden, damit der tatsächliche Zustand des Stahls sichtbar wird.

Die CSD-Scheibe nimmt lose und angegriffene Schichten ab, ohne die gesamte Fläche unnötig stark abzutragen. Trotzdem bleibt die Arbeit zeitaufwendig, denn gerade an Übergängen, Schweißnähten und Befestigungspunkten muss mehrfach nachgearbeitet werden. Das Ergebnis ist eine klar erkennbare, kontrollierbare Oberfläche. So lässt sich anschließend besser entscheiden, wo weiteres Schleifen erforderlich ist und welche Bereiche für den nächsten Beschichtungsaufbau vorbereitet sind.

Nächste Runde Chemisch Entrosten

Nachdem ich mit dem Ergebnis von dem Rostio Gel nicht so wirklich zufrieden war, hatte ich einen weiteren Test mit Rostio Rostumwandler gemacht. Ich habe die Produkte selbst gekauft und bekomme nichts dafür, dass ich hier darüber berichte.
Das Gel muss man wie bereits erwähnt wieder runter waschen, was ich im Boot etwas unglücklich finde. Bei dem Rostumwandler ist es anders. Den lässt man lediglich trocken und kann dann Überlackieren.
Nach einiger Zeit färbt sich der Rostumwandler dunkel blau. Das ist das Zeichen, dass eine Reaktion mit Rost stattgefunden hat.
Aber denkt daran, auch wenn das Ding „Rostumwandler“ heißt, wird es aus Rost keinen frischen stahl mehr machen. Der Name ist etwas irreführend, aber das Produkt scheint mir einen guten Eindruck zu machen.
Das ganze wurde im Bad und i Bug Bereich durchgeführt.

Bad chemisch entrosten: erster Versuch mit RostIO Gel

Im Bad der Motormausel bin ich mit der rein mechanischen Entrostung an eine Grenze gekommen. Die Stahlflächen sind verwinkelt, teilweise schwer erreichbar und weisen viele kleine Roststellen und Poren auf. Schleifen allein hätte hier viel Zeit gekostet und nicht jede Vertiefung zuverlässig erreicht. Deshalb habe ich einen ersten Versuch mit chemischer Entrostung gemacht.

Verwendet habe ich RostIO Gel. Vor dem Auftrag wurden lose Farbe, Rost und Schmutz so weit wie möglich mechanisch entfernt. Anschließend ließ sich das Gel mit einem Pinsel auf die betroffenen Stahlflächen verteilen. Durch die gelartige Konsistenz bleibt das Mittel auch auf schrägen und senkrechten Bereichen liegen und kann in die unregelmäßige Oberfläche einwirken.

Wichtig ist die richtige Erwartung: Ein sogenannter Rostumwandler macht aus geschädigtem Material keinen gesunden Stahl. Mein Ziel war deshalb, verbliebenen Rost zu lösen und auch die tieferen Poren der Oberfläche zu erreichen. Die Fotos dokumentieren den Zustand der Flächen, den Auftrag des Gels und die behandelten Bereiche im Bad.

Nach der vorgesehenen Einwirkzeit muss das Gel mit Wasser abgewaschen werden. Genau dieser Schritt ist in der Bilge problematisch, weil das Wasser dort nicht einfach ablaufen kann und sofort wieder Feuchtigkeit an das blanke Metall bringt. Für frei zugängliche Flächen, etwa an einem Fahrzeugunterboden, ist das unkomplizierter. Im Bootsinneren müssen Wasser und Rückstände dagegen vollständig aufgenommen und die Stahlflächen anschließend gründlich getrocknet werden, bevor der weitere Korrosionsschutz aufgebaut werden kann.